Von Oma Nachhaltigkeit lernen

Danke vielmals für diesen Blog der genau zur richtigen Zeit kommt. Ich möchte meinen, wir werden mehr, die beginnen zu verstehen, was Agenda 2030, die nachhaltigen Entwicklungsziele, Transormation und Transition an Botschaften in sich bergen. Auch wenn Tesla in Brandenburg letztendlich doch den Wald fällt bevor wir unsere Mobilität neu aufgestellt bekommen.

akihart

Orangenschalen schnippeln © Ekkehart Schmidt

Persische Möhrenmarmelade (Moraba-ye Hawidj) © Ekkehart Schmidt

Jahrhundertealte Kulturtechniken sind durch die Industrialisierung, die Elektrifizierung, die Automobilisierung, den Aufstieg der Pharmaindustrie und den Triumphzug der Discounter im Kontext von Agrarindustrie, Globalisierung und neokolonialer Ausbeutung des Südens verloren gegangen: Der mitteleuropäische Mensch musste nicht mehr Lebensmittel für den langen Winter haltbar machen oder selber herstellen. Er bekam diese Waren zu einem zunehmend günstigeren Preis (auch weil soziale und ökologische Kosten nicht eingepreist, sondern von der Gemeinschaft der Steuerzahler zu bezahlen waren). Unser Leben wurde immer bequemer. Immer weniger Zeit und Geld waren für Lebensmittel und Bekleidung einzusetzen.

Bis…, ja bis klar wurde, dass dieser Lebensstil den Planeten zerstört, weil er mit Lebensmittelverschwendung, Transport- und Verpackungswahnsinn, Bodenzerstörung und Umweltverschmutzung einhergeht, vor allem aber auf dem unmäßigen Verbrauch von fossilen Energien beruht, die im Übrigen auch nicht unendlich zur Verfügung stehen.

Es ist an der Zeit, unsere Omas und Opas zu fragen, was sie wie und warum energieschonender und vielleicht…

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Die weiße Unschuld? Der Bahnhof von Bobo

Kaum zu glauben. Das sieht ja noch beinahe genauso aus wie als ich zuletzt erst in den 80er Jahren, dann später nochmal in 1997 oder so dort gewesen bin.

akihart

Diesen Bahnhof und den Großen Markt zu sehen, waren mir im Januar die Hauptmotive, die sechsstündige Busfahrt von Ouagadougou nach Bobo Dioulasso auf mich zu nehmen. Stilistisch ist der Bahnhof der Inbegriff der kolonialistischen Interpretation des „sudanesischen Stils“, wobei man wissen muss, dass damals der Großteil des Sahel „Sudan“ genannt wurde. So bin ich gleich am ersten Tag von unserem Hotel „Villa Bobo“ auf einen sehr langen, ermüdenden Marsch gegangen, um nach gut einer Stunde endlich das weiße Bahnhofsgebäude auf der von Ouaga kommenden Nationalstraße 1 am  Westrand der kolonialen Neustadt zu sehen.

Die weiße Unschuld? Der Bahnhof von Bobo © Ekkehart SchmidtDie weiße Unschuld? Der Bahnhof von Bobo  © Ekkehart SchmidtDie weiße Unschuld? Der Bahnhof von Bobo © Ekkehart SchmidtDie weiße Unschuld? Der Bahnhof von Bobo  © Ekkehart Schmidt

Ein sehr beeindruckender Bau. Und man könnte es – wie es wohl die wenigen Touristen tun – bei der äußeren Bewunderung belassen und sich dann dem Markt zuwenden. Ahnte man nicht, dass dieses Gebäude eine sehr besondere Geschichte hat.

Es wurde 1934 nach mehreren Jahren Bauzeit fertig gestellt. Damit war eine weitere Etappe in der…

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Zwischenbericht

Bevor wir nun in die nächste Phase gehen, hat ein Zwischenbericht zu erfolgen. Abschließend äußern können wir uns noch nicht. Der Anfang liegt aber doch schon wieder so lange zurück, dass es Zeit für eine Standortbestimmung scheint. Denn schließlich liegen ein Umzug und ein Sturmtief hinter uns

Vergessen

Vergessen macht leicht. Leichtsinnig. Sinnlos. Aber frei und los-gelöst. Loslassen. Sich freimachen von Last und Schuld. Leichtigkeit. Flughöhe gewinnen. Führerschaft als Vielflieger. Pilotenschein fürs Wochende. Frohsinn und Wohlgemut. Immer ein Lächeln auf den Lippen, statt Gesicht ein Smiley.

Trockenbauspachtelmasse

Das Zeitalter der Widerstandsfähigkeit bricht an. Wir nähern uns dem Biosphärenbewußtsein. Wir können mit Sicherheit sagen, dass die an eine fossil befeuerte Zivilisation gebundene geopolitische Weltsicht im Sterben liegt. Spanien in Gefahr. Australien brennt. Koalas fallen aus den Bäumen. Die ökologische Zivilisation entspringt dem Feuer.

Transition

Heute befindet sich die Transformation in der Krise. Der Umbau zu einer sozial und ökologisch gerechten Welt will nicht so recht gelingen. Es scheint uns an der erforderlichen Kreativität zu fehlen. "Zukunftskunst": Die Fähigkeit, kulturellen Wandel, kluge Politik, neues Wirtschaften und innovative Technologien miteinander zu verbinden. Nur so werden Energie- und Mobilitätswende, die Ernährungswende oder der nachhaltige Wandel in unseren Städten möglich.

Selbstbestimmt

Selbstbestimmt leben ist so schwammig wie Transparenz schaffen, die freie Meinung sagen oder gewaltfrei Kommunizieren. Das weiß am besten wer schonmal versucht hat Gemeinschaft zu definieren. Wer aber der Vereinzelung entgehen möchte, muss sich dem Kollektiv stellen und die Auseinandersetzung wagen. Und da ist lustig schon bald so knapp wie die Bestimmung einem selbst überlassen.

Heim@t Reise

Die Heimat ist eine Reise wert. Wenn die Eltern noch leben und Familie etwas mit Heimat gemein hat. Das muss nicht unbedingt und bei allen der Fall sein. Wenn die Alten nämlich unbelehrsam und rechtes Original sich mehr vom Nationalismus angezogen fühlen als dem idealisierten Universalismus mittelständischer Linken.

Klimakampf

Wir sind nicht auf Kurs. Mit den nachhaltigen Entwicklungszielen wollten die Vereinten Nationen Klimawandel, Armut und Hunger, Ungleichheit und Konflikte bekämpfen. Aber fast nichts ist erreicht. Die Anzahl der Hungernden ist im dritten Jahr in Folge gestiegen. Die Anzahl der Vertriebenen und Geflüchteten hat von 23 Millionen im Jahr 2000 auf gegenwärtig geschätzte 70 Millionen zugenommen. Umweltzerstörung, Artensterben und der Ausstoß von klimaschädlichem CO2 haben weltweit stets zugenommen.